Lauf-Veranstaltungen

Hamburg Marathon

Ich habe mir rechtzeitig einen Trainingsplan zusammengestellt. Aus diese moder jenem Grund habe ich ihn nicht ganz einhalten können, also habe ihn angepasst. Zum Glück hatte ich aber genug Zeit bis zum Marathon in Hamburg.

Dann kamen Erkältung, Geschäftsreise und Familienangelegenheiten. Ich passte meinen Trainingsplan wieder an.

Zum Glück hatte ich genug Zeit bis zum Marathon in Hamburg.

Dann hatte ich kein Lust zu laufen und ich machte etwas mehr alternatives Training. Ich machte Thai-Boxen. Es machte mir mehr Spaß als Laufen und ich machte wieder Thai-Boxen. Kein Problem, ich wollte anschließend mehr Laufen. Ich dachte:

Zum Glück hatte ich genug Zeit bis zum Marathon in Hamburg.

Es waren aber nur noch 2 Wochen vor dem Marathon und ich hatte keine Zeit mehr!!

Rückzuck war nur noch eine Woche vor dem Marathon.

Meine Trainingsbilanz sah ganz schlecht aus; ich lief nur 4-5 Lang-Läufe, die nicht wirklich lang waren. Nur ein Langlauf war 29 km, alle 4 andere waren nicht länger als 25. Ich ging 3 Mal die Woche zum Thai-Boxen und lief maximal 2-3 Mal pro Woche. 2 Einheiten um die 8-10 km und eine, die ein Langlauf werden sollte.

8 Tage vor dem Marathon in Hamburg lief ich einen Halbmarathon und 3 Tage später lief ich 12 km. Das war’s!

Ich fühlte mich sehr unvorbereitet. So unvorbereitet, dass ich am liebsten gekniffen hätte.

Am Tag vor dem Marathon habe ich die Startunterlagen abgeholt und während ich mit der S-Bahn nach Hause fuhr überlegte ich mir die Ausreden dafür, warum ich morgen nicht laufen könnte.

Am Morgen des Laufes war ich mir immer noch nicht sicher ob ich laufe.

Doch, ich werde laufen.

“Im schlimmsten Fall werde ich gehen“ dachte ich und entschied 3 Stunden vor dem Startschuss doch zu laufen.

Ab dem Moment war ich kaum aufgeregt. Ich habe entschieden den Lauf zu beenden, egal wie.

Tausende Läufer standen an der Startlinie als der Bürgermeister das Startzeichen gab. Alle rannten los!

Meine Video-Kamera gab kurz vor dem Lauf den Geist auf und ich wollte mit dem Handy filmen. Das bedeutete, dass ich keine Musik hören durfte. Spotify hätte meinen Akku schneller entladen. Toll, mehr als 4 Stunden laufen und dann noch ohne Musik.

Es zeigte sich aber, dass es gar keine Notwendigkeit gab Musik zu hören. Es war keine Minute langweilig. Bereits nach den ersten Metern lief man an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Hamburg vorbei. Die ganze Strecke war das so. Und wenn es gerade keine Sehenswürdigkeiten gab, dann waren die Trommler oder eine Rockband da. Und überall war das Publikum. Ich habe kaum Streckenteile ohne gesehen.

„Wie beim New York Marathon“ dachte ich viele Male.

Die ersten 20 km lief ich besser als gedacht. Ich hielt die Geschwindigkeitkons tant, nichts tat mir weh und ich dachte so kann ich die nächsten 20 Stunden laufen.

Nach dem 20. km wurde es aber ganz schwer. Die Beine wollten nicht mehr, ich war durstig und ich war müde. Ich quälte mich bis zum 34. km und dann wurde es etwas besser. Für 3-4 km konnte ich wieder gut laufen. Da dachte ich noch, 4:45 wären für mich noch möglich.

Dann fingen aber die Krämpfe an und ich wurde sehr langsam.

Beendet habe ich den Lauf letztlich in 5:15:45

Ich weiß das ist sehr langsam aber ich habe ihn beendet. Ich habe nicht aufgegeben. Und das Wichtigste: ich weiß jetzt zu 100%, dass Hamburg die schönste Stadt der Welt ist.