Allgemein

Laufen ist eine Wissenschaft

Es liegt in der Natur des Kapitalismus, auf eine perfide Art die Kundenmanipulation zu betreiben. Das Laufen ist leider auch von diesem Effekt nicht verschont geblieben. Die Laufindustrie tut ihr Bestes, um so viel Profit wie möglich zu erwirtschaften.

Eine der beliebtesten Strategien, um ganze Industrien zu schaffen und aufrecht zu erhalten, kann durch einen einfachen Satz ausgedruckt werden: „Lass es zur Wissenschaft werden.“

Wenn etwas komplex ist, wenn man viel Wissen haben muss, um es zu beherrschen, wenn man eine Ausbildung braucht, um etwas zu tun, wenn es nicht mehr einfach erklärt werden kann, dann hat es das Potential, eine ganze Industrie zu tragen.

Dann darf es teuer sein, es darf Berater und Fachleute geben, es darf Status-Symbol sein.

Nur dann haben Teams an Wissenschaftlern, moderne Fabriken, komplizierte Testverfahren, Magazine und Veröffentlichungen einen Sinn.

Wenn es einfach wäre, bräuchte man das alles nicht.

Kleidung für Läufer, Laufschuhe, Laufstöcke, Nahrungsergänzung, Kompressionssocken usw. – die Liste ist unendlich. Alles Themen, die sooooo komplex und kompliziert sind, dass sie einfach nicht einfach sein können.

Ein zweiter Satz definiert die zweite wichtige Säule einer erfolgreichen „Industrie“: „Lass Angst entstehen.“

Die Angst vor möglichen Folgen lässt uns Kunden die vorherbeschriebene Wissenschaft konsumieren.

Angst vor Verletzungen, Erkrankungen, Übertraining, Fettleibigkeit usw. lässt uns einen möglichen Schutz vor all dem in den Ergebnissen der Wissenschaftler suchen.

Beides zusammen, Wissenschaft und Angst, macht uns zu perfekten Kunden.

 

Ein kleines Beispiel:

Man kann immer und bei jedem Wetter laufen. Wenn es im Winter kalt und gefroren ist, muss man nur einige einfache Regeln befolgen und schon steht dem Lauf-Spaß nichts im Weg.

Die richtige Körperhaltung

Wenn man über eine gefrorene oder auch schneebedeckte Fläche laufen muss, hilft es, den Körper nach vorne zu beugen. Dadurch schützt man sich vor möglichen Stürzen und möglichen Verletzungen des Hinterkopfes.

Dr. Mustermann erklärt die mögliche Folgen: „Ein Stoß am Hinterkopf kann ernsthafte Folgen im Gehirn haben. Die Folgen reichen von einer einfachen Gehirnerschütterung bis zur Blindheit.“

Schrittart

Viele kleinere Schritte verteilen das Körpergewicht beim Aufprall besser über die Fläche als wenige großen. Üben Sie kleinere Schritte zu machen und Sie werden sich sofort sicherer fühlen.

Richtige Laufschuhe

Es ist nicht umsonst, dass der Gesetzgeber die Nutzung von Winterreifen vorschreibt. Winterreifen sind extra für die Wetterbedingungen, die im Winter herrschen, konzipiert. Nach einer Untersuchung von Pirelli haben Autos mit Winterreifen 75% weniger Unfälle im Winter als Autos ohne.

Genau so ist es bei den Laufschuhen. Laufschuhe mit „Wintersohlen“ haben mehr Gripp und verhindern dadurch das Ausrutschen.


Wenn man so etwas liest würde man liebsten einen Laufkurs „Der richtige Lauf-Style im Winter“ buchen und sich Winter-Laufschuhe kaufen…